Geförderte Projekte 2013

Sommerlager DPSG St. Franziskus

Wir können an dieser Stelle auf ein rundum gelungenes Sommerlager zurückblicken. Die Ziele und Pläne, welche sich die Leiterrunde im Vorhinein gesteckt bzw. erarbeitet hatte konnten größtenteils umgesetzt werden. Dazu zählt an erster Stelle, den Kindern ein ausgewöhnliches Lagererlebnis bieten zu können. Die Grundlage dafür bot die besondere Situation mit dem Zeltplatz, der von einer ehemaligen Leiterin und ihrem Lebensgefährten betrieben wird. Die beide haben in Schweden eine alte Schule gekauft und wollen diese zu einer Ferienalage mit Zeltplatz, Appartments und Indoorspielplatz umbauen.

Wir haben also das Angebot bekommen, sie in Schweden zu besuchen und kostengünstiger unser Sommerlager dort zu verbringen. Durch diese Einladung hatten wir die Möglichkeit drei Wochen in Schweden zu sein. Ein besonders Highlight war die Chace auf einen Kanu-Hike in der urwüchsigen, schwedischen Natur. Als Gegenleistung sollten wir während unseres Aufenthalts kleinere Arbeiten auf dem Grundstück erledigen. Viele unerledigte Aufgaben und Arbeiten konnte von uns übernommen und ausgeführt werden. Egal ob Malerarbeiten, die Installation von Sanitäranlagen oder Gartenarbeiten alle konnten ganz nach ihren Interessen tätig werden. Den Kindern konnte durch diese Arbeiten das Gefühl vermittelt werden, dass jede_r einzelne_r zum Gelingen des Sommerlagers beigetragen hat. Aber auch mit den erbrachten Leistungen können wir als Stamm zufrieden sein, da einige Fortschritte deutlich sichtbar geworden sind.

Als Ausgleich haben wir bei einem ortsansässigen Schweden die Kunst des Goldwaschens erlernt. Neben seiner Geschichte und des Goldrausches in verschiedenen Teilen der Welt hat er uns einiges zur Geschichte Kopparbergs (auf Deutsch: Kupferberg) berichtet. Sogar ein bisschen Chemie über die Dichte verschiedener Stoffe hat er uns allen beigebracht, damit wir die Technik des Goldwaschens besser verstehen. Dies machte er auf Englisch, sodass die Kinder auch hier wieder gefordert waren. Es war sehr interessant, alle waren am Ende erfolgreich und Stolz auf ihr gefundenes Gold, aber reich sind wir nicht geworden.

Aber auch auf anderen Ebenen nehmen wir positive Erfahrungen aus diesem Sommerlager mit. Diese betreffen unter anderem jede einzelne Stufe, die deutlich sichtbar enger zusammengerückt sind, die Leiterrunde, welche in dieser Form zum ersten Mal im Sommerlager war und auch diejenigen, die jetzt zum Stufenwechsel Leiter_in bei uns im Stamm werden. Gerade der Kanu-Hike hat zu einem positiven Gruppengefühl in jeder Stufe beigetragen.  Die Zeit, welche die Gruppen alleine in der Natur verbracht haben, war für alle unvergesslich. Die Erfahrungen, die man in solchen Situationen macht, sind im normalen Alltag nicht möglich. Daher war es uns wichtig, den Stufen diese Zeit ermöglichen. Denn gerade solche Erlebnisse,prägen die Kinder ungemein. Jede_r ist gezwungen sich mit seinen/ihren Fähigkeiten für das Wohl der Gruppe einzusetzen. So lernen die Kinder was sie selber leisten können und wo die persönlichen Grenzen sind. Gleichzeitig wird den Teilnehmern deutlich, was sie als Gruppe gemeinsam erreichen können. Für die Roverinnen, die zum kommenden Stufenwechsel Leiterin werden, war das Sommerlager eine wertvolle Erfahrung. Ihnen wurden die Leitung von Kochgruppen und die übernahme von kleinen organisatorischen Aufgaben angeboten. So erhielten sie die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit Leitungsaufgaben zu sammeln. Aber genauso konnte sich die Leiterrunde ein Bild davon machen, wie die zukünftigen Leiterinnen mit Kindern und Verantwortung umgehen. Das Sommerlager in Schweden, war auch für viele Mitgleider der Leiterrunde, das erste Sommerlager in dieser Funktion. Sie waren zum ersten Mal für die Planung und Gestaltung eines dreiwöchigen Lagers verantwortlich. Zwar waren sie seit letztem Oktober in den Stufen und im Stamm aktiv, jedoch bedeutet ein Sommerlager eine ganz andere und neue Herausforderung, als die Durchführung von Gruppenstunden. Denn gerade im Lager treten die spezifischen Merkmale, die Pfadfindersein gernell und bei uns im Stamm bedeutet, besonders hervor. Dies kann eine Gruppenstunde gar nicht leisten. Da auch viele Gruppenkinder zum ersten Mal mit ins Sommerlager gefahren sind, bestand auch hier ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Es galt allen zu vermitteln, was die pfadfinderischen Werte sind und wie sie unser Zusammenleben im Lager, aber auch zu Hause, beeinflussen können.

Ein wichtiges Ereigniss, das diese Prozesse offengelegt hat, war das Versprechen gegen Ende des Lagers. Hier wurde mit unterschiedlichen Methoden, die geschichtlichen Hintergründe, die pfadfinderischen Werte und die persönliche Interpretation dieser erarbeitet. Es wurde die Möglichkeit gegeben, das individuelle Verständnis vom Pfadfindersein zu reflektieren und die Erkenntnisse in Form eines Versprechens festzuhalten. Dieses fand in einem feierlichen Rahmen statt und wurde, von allen die wollten, vor dem ganzen Stamm abgelegt. Als Kontrastprogramm stand noch ein Ausflug in die Stadt örebro an. Mit dem Zug und der ganzen Mannschaft ging es in das 80 km entfernte Städtchen. Im dortigen Freilichtmuseum haben wir gesehen, wie die Schweden früher lebten und arbeiteten. Ansonsten luden das Schloss und eine bezaubernde Parklandschaft zum Bummel durch die Stadt ein. Einen Teil dieses Ausfluges haben sich die Gruppenkinder selber erwirtschaftet, indem sie an Freunde und Verwandte Postkarten verkauften, die wir im Lager gestaltet und dann an die Daheimgebliebenen geschickt haben. Leider ist die Zeit im Sommerlager viel zu schnell vorüber gegangen. So konnten einige Pläne nicht umgesetzt werden oder andere Aspekte sind zu kurz gekommen. Aber dies kann nur als Motivation gesehen werden, auch im nächsten Jahr wieder ein Lager auf die Beine zu stellen. Die Rückmeldung der Kinder und Eltern ist hierfür Ansporn genug.

Zurück bleiben viele tolle Erfahrungen, Situationen, die uns geprägt haben, Spuren im Gras und die Erinnerungen, die wir in der ganzen Nachbarschaft hinterlassen haben. Sie vermissen die Stimmung, den Gesang und das Lachen vieler Kinder schon jetzt.

Eure DPSG St. Franziskus

KJG Oberhausen - Ausflug zum Legoland

60 Millionen Steine und wir


Es ist Donnerstagmorgen, 10 Uhr. Endlich! Denn schon seit Tagen fieberten alle nur auf diesen Ausflug hin. „Wir fahren heute ins LEGOLAND!“ – Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz heute schon gehört habe. Wir stehen vor den noch geschlossenen Toren in Billund und warten auf den Einlass. Natürlich wollen wir so viel Zeit wie möglich hier verbringen. Und nicht nur die Kinder sind Feuer und Flamme, auch die Leiter möchten am liebsten sofort losstürmen und auf Entdeckungsreise gehen.
Schließlich sind die Karten gekauft, die Gruppen eingeteilt und die Tore geöffnet. Auf geht’s! Schnell ist klar: Hier gibt es für jeden etwas:
Die großen Jungs etwa stürmen sofort zu den großen Achterbahnen und bis die ersten Leiter dort angekommen sind, wird man schon überhäuft mit Empfehlungen, wo man als nächstes hin muss. Doch auch wer kein Fan von temporeichen Fahrten mit vielen Kurven ist, kommt auf seine Kosten. Überall gibt es versteckte Modelle zu entdecken: Hier klettert ein Äffchen an einer Liane, auf großen Blumen sitzen Schmetterlinge. Dort muss eine Katze von der Feuerwehr aus dem Baum gerettet werden und im Wasser liegt ein Krokodil und reißt bedrohlich sein Maul auf.
Der große Freizeitpark ist unterteilt in mehrere Bereiche: Piraten, Polarforscher, Abenteurer und Ritter bieten Spielspaß mit großen Attraktionen, in der Westernstadt “Legoredo“ kann man sich stilecht wie ein echter Cowboy den Bauch mit Tortillas vollstopfen und in den verschiedenen Shops, die überall dazwischen stehen gibt es alles, was das LEGO-Herz begehrt.
Und dann ist da noch das Miniland. Eine riesige Ausstellung von LEGO-Modellen aller Art. Bekannte europäische Städte werden aufgebaut und durch unzählige Details mit Leben gefüllt. Die deutsche Mittelgebirgslandschaft darf hier ebenso wenig fehlen, wie der Hafen von Amsterdam. Am Flughafen kann man minutenlang den Flugzeugen beim rangieren zugucken und auch beim Countdown zum Raketenstart der NASA gibt es viel zu entdecken. Ein kleiner Teil hinter den Sehenswürdigkeiten wie Schloss Neuschwanstein und dem dänischen Schloss Amalienborg findet sich noch eine Ecke mit Szenen aus Star Wars – ein Platz nicht nur für Sci-Fi-Fans.
Es ist 16 Uhr, alle Kinder sind am Treffpunkt. Nur ein paar Leiter müssen noch unbedingt beim Dosenwerfen ein Kuscheltier gewinnen und rennen noch einmal los. Bevor es mit dem Reisebus zurück zum Haus geht, dürfen alle noch einmal den Shop stürmen und dann heißt es Abschied nehmen von einem tollen Tag, zwischen Millionen LEGO-Steinen. Doch was bleibt, sind viele Erinnerungen an einen unvergesslichen Tag im LEGOLAND Dänemark.

Kath. Gemeinde St. Ludgerus

Die Urlaubserinnerungen festhalten, das wird in Zeiten digitaler Medien und Endgeräte immer einfacher – auch im Ferienlager. Die Teilnehmer wachsen als Digital Natives mit Handykamera und Youtube auf. Aber was, wenn man mehr als die üblichen „Schnappschüsse“ will? Wie entsteht ein Film? Was muss man beachten? Welche Ausrüstung braucht man? All diesen Fragen gingen die Teilnehmer unserer Ferienfreizeit nach.

Unter Anleitung eines erfahrenen Medienwissenschaftlers setzte sich eine Gruppe von Teilnehmern mit den drei Stufen der Filmproduktion auseinander. Von der Planung bis zur Post-Production erhielten sie Einblick in die verschiedenen Arbeitsabläufe.

Nach einer theoretischen Einführung stand dabei die Umsetzung eines praktischen Projekts im Vordergrund: Ausgerüstet mit Kamera, Stativ und Tonaufnahme-Gerät sollte ein kurzer Dokumentarfilm zum Thema „Karneval im Ferienlager“ entstehen. Die Kinder planten das Script unter Anleitung selbst, führten Interviews und machten Videoaufnahmen vom bunten Treiben.

Doch nicht nur die „Filmcrew“, sondern alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ferienfreizeit waren in das Projekt eingebunden. Um eine lebhafte Dokumentation drehen zu können, wurde gebastelt, gesägt, geschminkt und gemalt. So entstanden nicht nur Kulissen und Karnevalswagen, sondern auch Kostüme, die dann beim Karnevalsumzug durchs Dorf – natürlich dokumentiert von den Kamerakindern – präsentiert wurden.

Zum Abschluss des Drehtages erhielten die Kinder noch einen ersten Einblick in den nonlinearen Videoschnitt. Erste Übungen mit dem Schnittprogramm sollten das Verständnis dafür, was nach dem eigentlichen Dreh mit dem Filmmaterial passiert, stärken.

Der Abschluss des Projektes wurde am letzten Tag der Ferienfreizeit mit allen Teilnehmern gefeiert. Letzte Arbeiten sind noch nach der Ferienfreizeit zu erledigen, so dass das Endergebnis dann beim Nachtreffen allen Teilnehmern präsentiert und als Geschenk überreicht werden kann.

Kolping Kindertrag in Schloss Altfrid

Vom 13. – 15. September wurde das Jugendhaus St. Altfrid des Bistums Essen zum Tatort für den Kindertag der KolpingjugendDiözesanverband Essen. In diesem Jahr war der Kindertag bis auf den allerletzten Platz ausgebucht. 30 Jungen und Mädchen im Alter von sieben bis elf Jahren aus dem gesamten Diözesanverband wollten sich zu kleinen Detektiven ausbilden lassen. Freitagabend wurde zuerst erledigt, was im Vorfeld unmöglich war zu lösen. Die kleinen Detektive mussten sich selbstständig auf die zur Verfügung gestellten Unterkünfte aufteilen. Diese Hürde wurde aber erstaunlich schnell im Beisein der Eltern gemeistert, so dass nach dem Abschied und der einen oder anderen verdrückten Abschiedsträne (auf Seiten der Eltern) auch die Unterkünfte bezogen werden konnten.

Im Anschluss daran wurden die Kinder mit dem Wichtigsten ausgestattet, was ein Detektiv für seine Arbeit benötigt: dem Detektivausweis. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, wurde der Abend mit mehreren Spielen zum Kennenlernen gestaltet. Samstagmorgen herrschte im Schloss das Chaos. Überall im Gebäude waren Zahlen mit Hinweisen versteckt, die es galt in vorher gewürfelter Reihenfolge zu finden. Diese Aufgabe konnte in mehreren Gruppen bis mittags geschafft werden. Nach dem Mittagessen stellten die kleinen Detektive ihr Geschick in mehreren Stationen unter Beweis. Anschließend besuchte uns Charlie aus seiner Schokoladenfabrik und erzählte uns eine Geschichte. Der Samstag endete mit viel Bewegung und Musik.

Nach der zweiten kurzen Nacht in Folge standen die Augenlider der kleinen Detektive am Sonntagmorgen nur auf Halbmast. Sie waren alle sichtlich müde, obwohl sie sich diese Müdigkeit eigentlich nicht leisten konnten. Es lag nämlich an ihnen, die Dorfbewohner vor den Werwölfen von Düsterwald zu schützen. Glücklicherweise gelang dies und die Dorfbewohner konnten gerettet werden. Ein Tatort musste ja auchreichen, und dieser endete für alle Beteilig ten glücklich aber müde nach dem Eis am Sonntagmittag im Schloss Altfrid.